WIE NUTZT DIE ERDSTROM AG DIE GEOTHERMIE?
Mit all den Vorteilen, die uns die Geothermie bietet, mag es umso verwunderlicher sein, dass weltweit vergleichsweise immer noch sehr wenige Anlagen zur Erschließung von Geothermie in Betrieb sind. So sind z.B. in Deutschland gerade mal „eine Handvoll“ Kraftwerke installiert. Dementsprechend gering ist gegenwärtig noch der Beitrag der Geothermie am gesamten Energieangebot aus regenerativen Quellen.
Das liegt zum einen daran, dass die Energieerzeugung mit Öl, Gas oder Atomkraft für großen und etablierten Energieversorger nach wie vor wesentlich gewinnbringender ist.
Kleinere und regionale Energieerzeuger, die neuen Energien wesentlich aufgeschlossener sind, scheuen bei der Geothermie oft die damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken. Die Förderung von Wärme aus der Tiefe ist ein technisch komplexes Vorhaben. Eine einzige Tiefenbohrung erfordert eine Investion von mehreren Millionen Euro, wobei bei nicht optimaler Planung dann nicht sichergestellt ist, Temperaturen und Fördermengen in ausreichendem Umfang vorzufinden.
Genau dieser Herausforderung stellt sich die Erdstrom AG und macht die erfolgreiche Nutzung von Geothermie zu ihrem Unternehmensziel. Unser Vorgehen bei der Projektplanung sowie unsere innovativen technischen Verfahren und Anlagen minimieren die Risiken. Das sind unsere Erfolgsfaktoren:
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Standortwahl:
Wir wählen für den Bau unserer Anlagen ausschließlich geologisch am besten geeignete Standorte mit hohen Förderraten, ergiebigen Mengen und überdurchschnittlichen Temperaturen in wirtschaftlich vertretbarer Tiefe. Dazu analysieren wir eingehend Informationen aus seismischen Untersuchungen, die wir durch eigene Neuvermessung vor Ort überprüfen. Die Erdstrom AG hat sich dadurch einige der weltweit interessantesten Gebiete für die Nutzung von Geothermie für die nächsten Jahre exklusiv sichern können.
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Verfahrenstechnik:
Da in den üblichen Bohrtiefen von 3.000 bis 5.000 Metern meist Wassertemperaturen von 100 bis 140 °C vorliegen, ist es effizient, die Wärme nicht direkt zu nutzen, sondern in einem geschlossenen System auf ein anderes Arbeitsmittel zu übertragen. Das Wasser aus der Tiefe gelangt also gar nicht an das Tageslicht, sondern gibt einen Teil seiner Wärme über einen Wärmetauscher auf ein anderes Arbeitsmittel ab und wird anschließend wieder in den Untergrund injiziert.
Dazu setzen wir ein für die Geothermie neues Verfahren ein, den sog. „Kalina-Prozess“. Hier wird ein Zwei-Stoff-Gemisch (z.B. aus Ammoniak und Wasser) als Arbeitsmittel verwendet. Dieses Gemisch wird in einem Wärmetauscher vom Thermalwasser vorgewärmt und verdampft. Wegen der Siedepunktabstände der Komponenten entstehen ein ammoniakreicher Dampf und eine ammoniakarme Flüssigkeit, die anschließend voneinander getrennt werden. Der Dampf wird in einer Turbine entspannt; im Anschluss daran werden Dampf und entspannte Flüssigkeit wieder zusammengeführt, gemeinsam zum Kondensator geleitet und verflüssigt.
Ein bedeutender Vorteil gegenüber anderen Verfahren ist der bis zu 50% höhere thermodynamische Wirkungsgrad, insbesondere bei niedrigen Vorlauftemperaturen. Kalina-Anlagen stehen am Anfang ihrer Entwicklung. Wir sehen die Nutzung und Weiterentwicklung dieses Verfahren als Schlüssel und Chance, bisher unbekannte Geothermie-Potenziale nutzbar zu machen.
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Unsere Mitarbeiter:
Die Experten bei der Erdstrom AG zählen in ihren Arbeitsgebieten zu den Besten und haben sich mit „Herz und Verstand“ der Aufgabe verschrieben, die Geothermie als erneuerbare Energiequelle umfassend zu erschließen. Für eine stetige Verbesserung unserer Kraftwerkstechnologie kooperieren wir zudem mit Hochschulen in verschiedenen Ländern.